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Coronavirus: und nichts wird mehr sein, wie es mal war.
1.048 mal gesehen | 22. März 2020 | Stefan Gerlach | Blog | Allgemein

Coronavirus: und nichts wird mehr sein, wie es mal war.



Corona. Es gibt kaum noch andere Themen und Überschriften zurzeit. Ganz gleich wo man hinschaut oder hinhört. Wer hätte denn erwartet, dass uns ein Virus zu solchen Maßnahmen zwingt, wie sie im Moment durchgesetzt werden. Wie schlimm das alles werden kann, sehen wir derzeit in Italien. Daher zählt in erster Linie natürlich die Gesundheit. Aber ist die Wirtschaft nicht auch ein Teil davon? Denn wenn wir (zugespitzt) alle pleite gehen, wird das auch nicht förderlich für das Gesundheitssystem. Stichwort: Depressionen.

Und während bei uns noch über Ausgangssperren diskutiert wird, sitzen Unternehmerinnen und Unternehmer jetzt also im Homeoffice und machen sich Gedanken über die Zukunft. So wie ich auch. Und ich bin mir sicher, nichts wird mehr so sein, wie es mal war.

Ich glaube, dass sich viele gar nicht vorstellen können, was ein Tag, zwei Wochen, oder zwei Monate nicht arbeiten können mit einem Unternehmen, vor allem mit kleinen Unternehmen machen. Die Bundesregierung spricht im Moment von Hilfen für Betroffene in der Wirtschaft. Alle sind betroffen. Wenn der Buchladen, das Kino und der Friseur schließen, brechen dem Unternehmensberater, der Werbeagentur und dem Fotografen die Kunden weg. Wenn die Produktionsfirma nicht mehr produzieren kann, gehen Zulieferer kaputt. Es zieht sich wie ein riesiger Rattenschwanz. Und niemand von uns weiß, ob und wann wir wieder in einen normalen Arbeitsalltag zurückkehren werden… Also, jedes Unternehmen ist betroffen liebe Bundesregierung. Schnelle, unbürokratische Hilfen soll es geben. Noch ist aber davon leider nichts zu sehen. Es gibt Kreditangebote für Firmen die jünger sind als 5 Jahre und für große Firmen. Ich bin nicht groß, aber länger als 5 Jahre da… ich habe also schonmal keinen Anspruch?! Zudem: Was bringt ein Kredit in dieser Zeit? Wir wissen doch alle nicht, wie und wann es weitergeht. Wir können Rückzahlungen doch gar nicht garantieren. Eine schnelle und unbürokratische Soforthilfe wäre zum Beispiel der Steuererlass für kleine Firmen. Möglich, dass so etwas gerade geprüft wird, wie das BMWi auf seinen Webseiten schreibt.

Erweiterte Maßnahmen für Solo-Selbstständige und Kleinstbetriebe („Härtefallfonds“) “Die Bundesregierung bereitet derzeit weitere Maßnahmen zur Unterstützung insbesondere von Solo-Selbstständigen und Kleinstbetrieben vor, denen das Kurzarbeitergeld nicht hilft und Liquiditätshilfen nicht in allen Fällen die richtige Unterstützung liefern können.”Zur Quelle: Bundeswirtschaftsministerium

Prognosen zufolge werden wir 2020 kein Sportveranstaltung im Profisport mehr sehen. Die Ankündigung der Verteilung des Virus in Wellen lässt uns für andere Veranstaltungen wie Konzerte und Messen auch nicht groß hoffen. Und die Spitzenzeit für den Virus folgt dann wohl im Herbst. Sind denn bis dahin auch die Schulen zu? Fragen über Fragen, die vielleicht nicht zwingend jetzt beantwortet werden müssen, doch ich frage mich wer sie auch nach überstandener Pandemie beantworten wird.

Nicht falsch verstehen, ich unterstütze #wirbleibenzuhause voll und ganz, ich frage mich nur, wie das weitergehen soll.

Wenn das Ganze nur etwas positives hat, dann vielleicht das, dass wir mal wieder sehen und verstehen was wirklich wichtig ist. Wir. - hier noch ein passendes Video dazu.



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