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Eine Reise durch den Nebel
1.783 mal gesehen | 09. September 2015 | Stefan Gerlach | Blog | Landschaftsfotografie

Eine Reise durch den Nebel



Ein kleiner Einblick in einen Ausflug vor dem Sonnenaufgang. Der Nebel liegt noch knapp über dem Boden und langsam sagt der Sommer auf Wiedersehen. Das merkt man auch daran, dass es heute Früh schön gewesen wäre Handschuhe zu tragen... Die hatte ich aber leider nicht dabei.

Also haben meine Hände ca. eine Stunde lang gefroren und mir trotzdem geholfen diese Bilder zu machen. So, wie ich den Morgen erlebt und gesehen habe. Als ich aufgestanden bin, war außer Nebel draußen nicht viel zu sehen. Doch genau das reizte mich. Landschaften im Nebel sind in meinem Portfolio noch eine Seltenheit. Also los. Nachdem ich mich auf den Weg gemacht- und den See erreicht hatte, konnte ich diesen fast nicht sehen. Er war beinahe im Nebel verschwunden. Eine Reise durch den Nebel begann.

Der große See ist im Nebel kaum noch zu erkennen

Nicht lange nachdenken, einfach los.

Für mich ein ganz wichtiger Punkt. Um so länger ich darüber nachdenke, desto unsicherer werde ich. Will ich überhaupt los? Was will ich denn fotografieren? Reicht es von der Zeit noch? Wie kalt ist es? Egal! Mach es. Nicht lange überlegen. Machen! Neulich hatte ich so eine Situation, habe überlegt und überlegt - noch ein Kaffee gekocht - und zack, war die Sonne schon da und ich war zu spät. Also überlegte ich heute nicht lang. Ich möchte Nebel fotografieren. Mit dabei hatte ich ausschließlich meine Kamera und das 50mm Objektiv. Ich wollte diesen Morgen kein Stativ aufbauen, kein Objektiv wechseln, kein ständiges zoomen, keine normalen Landschaftsbilder machen - 50mm Festbrennweite und fertig.

Das Licht der gerade aufgehenden Sonne scheint langsam durch die Bäume auf den See

Einfach mal genießen

Als ich so unterwegs war, ist mir wieder mal aufgefallen wie zweitrangig die ganze Technik ist. Wenn ich all mein Equipment dabei habe, ist es schon manchmal hektisch und stressig. Denn alles will genutzt und probiert werden. Heute hatte ich keine Möglichkeit dazu und habe einfach den Moment genossen. Die Stille am See, die aufgehende Sonne und der dichte Nebel über den Feldern und dem Wasser - einfach mal genießen...

Die Sonne zeigt sich langsam am Horizont über den Bäumen

Und wenn man von den kalten Händen und nasskalten Füssen mal absieht, war es wirklich sehr entspannend. Ich kann es nur jedem empfehlen, der sich für Landschaftsfotografie interessiert. Gleich wie unscheinbar die Umgebung auch sein mag, in diesem Licht entstehen meiner Meinung nach immer schöne und interessante Fotos. Du willst mal dabei sein?

Schöner Anblick, das Gras und Spinnenweben im Sonnenlicht und Morgentau - hier holt man sich allerdings auch nasse Füsse


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